Letztes Update: 22. August 2024
Nach dem Balkonabbruch in Langenhorn äußern sich Hamburgs soziale Vermieter zur Sicherheit. Der Artikel beleuchtet Maßnahmen, Hintergründe und Ihre Möglichkeiten.
Das tragische Balkonunglück in Langenhorn hat viele Menschen in Hamburg erschüttert. Ein junger Mensch verlor dabei sein Leben, als ein Balkon plötzlich abbrach. Hamburgs soziale Vermieter haben sich zu diesem Vorfall geäußert und betonen, dass es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handelt.
„Unsere Anteilnahme gilt der Familie des jungen Menschen, der infolge des Unglücks verstorben ist“, erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Der Tod ist tragisch und die Umstände lassen einen schaudern. Ich kann verstehen, wenn der eine oder andere Mieter in den kommenden Tagen und Wochen mit einem mulmigen Gefühl den Balkon betritt.“
Breitner betont jedoch, dass ein solcher Vorfall außerordentlich ungewöhnlich sei. Auch wenn die Ursache des Unglücks noch nicht gefunden wurde, möchte er den Mietern die Angst nehmen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen nehmen die sogenannte Verkehrssicherungspflicht sehr ernst“, so Breitner weiter.
Die Verkehrssicherungspflicht verpflichtet Hauseigentümer, alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um Gefahren für Dritte von ihrem Grundstück oder ihrer Immobilie abzuwenden. Diese Pflicht ist zwar nicht in einem speziellen Gesetz verankert, aber allgemeine Rechtsgrundsätze, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgelegt sind, gelten hier.
„Im Kern geht es darum, dass ein Wohnungsunternehmen dafür Sorge tragen muss, dass von seinen Wohngebäuden keine Gefahren für andere ausgehen“, erklärt Breitner. Der Aufwand, den VNW-Unternehmen zusammen mit professionellen Stellen betreiben, sei sehr hoch. „Turnusmäßig wird der Zustand von Gebäuden und Bauteilen überprüft und dokumentiert - Balkone eingeschlossen.“
Zu diesen Maßnahmen gehören regelmäßige Sichtprüfungen und die Reparatur von Schäden. Im vergangenen Jahr investierten Hamburgs VNW-Unternehmen rund 407 Millionen Euro in die Instandhaltung ihrer Wohngebäude. Diese Investitionen zeigen, wie ernst die Unternehmen ihre Verantwortung nehmen.
Das Problem besteht darin, dass trotz regelmäßiger Kontrollen und Überprüfungen derartige Unglücksfälle nicht ganz ausgeschlossen werden können. Verdeckten Baumängeln auf die Spur zu kommen, sei fast unmöglich - vor allem, wenn ein Gebäude schon viele Jahre steht. „In Deutschland gibt es mehrere Millionen Balkone. Jeden einzelnen regelmäßig - und über die ohnehin zu beachtenden Verkehrssicherungspflichten hinausgehend - aufwändig zu kontrollieren, ist schier unmöglich und nicht bezahlbar“, so Breitner.
Eine spezielle Prüfpflicht lehnt der VNW ab. „Diese ist aufwändig und teuer“, sagt der VNW-Direktor. „Aufwändig, weil die Unternehmen Besichtigungstermine mit den Mieterinnen und Mietern vereinbaren müssen und teuer, weil der Aufwand auf die Miete umgelegt werden müsste.“
Hinzu kommen Grenzen der Prüfung: „In dem Moment, wo wir verwendetes Baumaterial zur Prüfung anbohren müssen, zerstören wir möglicherweise Sicherheit und schaffen neue Risiken.“
Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 443 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 709.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,59 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.
Die sozialen Vermieter in Hamburg sind sich ihrer Verantwortung bewusst und setzen alles daran, die Sicherheit ihrer Mieter zu gewährleisten. Trotz des tragischen Vorfalls in Langenhorn betonen sie, dass solche Unglücke äußerst selten sind und dass sie kontinuierlich daran arbeiten, ihre Gebäude sicher zu halten.
Das Balkonunglück in Langenhorn hat viele Menschen tief betroffen gemacht. Hamburgs soziale Vermieter haben schnell reagiert und ihre Anteilnahme ausgedrückt. Sie betonen, dass sie alles tun, um die Sicherheit ihrer Mieter zu gewährleisten. Regelmäßige Kontrollen und hohe Investitionen in die Instandhaltung der Gebäude sind dabei zentrale Maßnahmen.
Dennoch bleibt ein Restrisiko, das sich nicht vollständig ausschließen lässt. Verdeckte Baumängel sind schwer zu entdecken, und eine spezielle Prüfpflicht wäre nicht nur aufwändig und teuer, sondern könnte auch neue Risiken schaffen. Die sozialen Vermieter in Hamburg setzen daher auf eine ausgewogene Mischung aus Verantwortung, regelmäßigen Kontrollen und Vertrauen in ihre Maßnahmen.
Als Vermieter ist es wichtig, sich der Verkehrssicherungspflicht bewusst zu sein und diese ernst zu nehmen. Nur so kann die Sicherheit der Mieter gewährleistet und das Vertrauen in die Wohnungsunternehmen gestärkt werden.
Das Balkonunglück in Langenhorn hat viele soziale Vermieter in Hamburg erschüttert. Es zeigt, wie wichtig sichere und gut gewartete Immobilien sind. Soziale Vermieter tragen eine große Verantwortung für ihre Mieter. Es ist entscheidend, dass sie nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch auf das Wohlbefinden der Bewohner achten. In diesem Zusammenhang spielt auch die Preisaufschlag Eigentumswohnung Balkon eine Rolle. Balkone sind nicht nur ein Luxus, sondern können auch die Lebensqualität erheblich verbessern.
Soziale Vermieter in Hamburg setzen sich oft für bessere Lebensbedingungen ein. Ein Beispiel dafür ist die Einführung von Programmen zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Das Sofortprogramm sozialer Wohnungsbau ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es hilft, den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken und gleichzeitig die Sicherheit der Gebäude zu gewährleisten. Solche Initiativen sind besonders wichtig, um Unfälle wie das Balkonunglück in Langenhorn zu verhindern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die finanzielle Absicherung der Vermieter. Hier kann der Bonus für soziales Engagement Risikolebensversicherung eine wertvolle Unterstützung bieten. Diese Versicherung hilft, finanzielle Risiken abzufedern und ermöglicht es den Vermietern, sich auf ihre sozialen Aufgaben zu konzentrieren. So können sie sicherstellen, dass ihre Immobilien stets in einem sicheren und bewohnbaren Zustand sind.